Lean 2026 – Warum Lean Management jetzt wieder relevant ist

Shownotes

Ist Lean Management 2026 noch zeitgemäß? Definitiv – und vielleicht sogar wichtiger als je zuvor. 📝 Schreibt uns eure Fragen in die Kommentare! 👉 Spannende Tipps wie die Digitale Transformation als KMU gelingen kann, gibt's außerdem auch hier: https://l-mobile.com/interaktiv/downloadcenter/whitepaper/?utmsource=youtube&utmmedium=social&utmcampaign=ytpodcast117lean2026

In dieser Podcastfolge sprechen wir mit Tobias Herwig, Geschäftsführer bei fischer Consulting, darüber, warum Lean Thinking gerade jetzt ein entscheidender Erfolgsfaktor für den Mittelstand ist – und wie sich Digitalisierung und Lean sinnvoll miteinander verbinden lassen.

🔍 Darum geht's in dieser Folge:

✅ Warum Lean 2026 wieder ganz oben auf die Agenda gehört ✅ Welche Herausforderungen und Chancen mittelständische Unternehmen jetzt haben ✅ Wie digitale Tools Lean-Prozesse unterstützen können – statt sie zu ersetzen ✅ Was erfolgreiche Lean-Transformationen auszeichnet – anhand realer Praxisbeispiele ✅ Wie Lean Management hilft, Prozesse zu verschlanken, Mitarbeitende zu stärken und nachhaltig effizient zu arbeiten

Gemeinsam werfen wir einen Blick auf aktuelle Entwicklungen, konkrete Umsetzungen und zeigen, wie Lean Management auch im digitalen Zeitalter nichts an Relevanz verloren hat – im Gegenteil: Es wird zur Grundlage zukunftsfähiger Unternehmen.

📌 Jetzt reinhören, inspirieren lassen & herausfinden, warum Lean 2026 für dein Unternehmen ein echter Gamechanger sein kann!

ℹ️ Über L-mobile: L-mobile ist Ihr Digitalisierungspartner für Industrie, Handel und Service. Wir unterstützen kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bei der digitalen Transformation ihrer Prozesse – von Lager und Produktion über Montage und Instandhaltung bis hin zum mobilen Kundenservice. Unsere modularen Softwarelösungen sind an jedes ERP anbindbar und lassen sich flexibel an individuelle Anforderungen anpassen. Ob papierlose Fertigung, mobile Kommissionierung oder Field Service Management: Wir machen Digitalisierung machbar. 📌 Mehr erfahren: www.l-mobile.com/?utmsource=youtube&utmmedium=social&utmcampaign=ytpodcast117lean2026

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Zukunft KMU.

00:00:03: Ja, wir können ja nicht in jeder Folge über KI reden und über die Sachen, die noch für viele ganz, ganz weit in der Zukunft liegen.

00:00:09: Deswegen schauen wir uns in dieser Folge mal was an, was eigentlich könnte man sagen, schon so ein bisschen als älteres Prinzip gilt.

00:00:14: Ich habe mich da mal ein bisschen reingelesen und geschaut, seit wann gibt es eigentlich Lean-Management oder diesen Begriff?

00:00:19: Und wenn ich es richtig weiß, da darf mein Gast mich sonst auch gerne korrigieren, ja, ist das so in den Ende der achtziger Jahre, Anfang der neunziger Jahre geprägt worden und ja.

00:00:28: gilt heute irgendwie, fünf und dreiß Jahre später, aber immer noch als Begriff, den man kennt, der immer noch nicht, glaube ich, überall umgesetzt ist und der auch immer noch spannend und hilfreich ist.

00:00:36: und in welchem Kontext der auch mit Digitalisierung, Agilen, Methoden und so weiter steht und was es auch mit unserem Podcast hier zu tun hat und warum das ein spannendes Thema für euch, zwei tausend sechsundzwanzig sein sollte, das schauen wir uns heute an.

00:00:47: Ich habe dafür wieder, wie immer, Einen super tollen Gast heute bei mir sitzen.

00:00:51: Der eine oder andere erinnert sich vielleicht auch noch an den Tobias Herwig.

00:00:54: Er ist jetzt in der Zwischenzeit Geschäftsführer bei der Fischer Consulting GmbH und ich freue mich sehr, dass du heute da bist.

00:00:59: Super.

00:00:59: Vielen Dank für die Einladung, Andrea.

00:01:01: Sehr gerne.

00:01:01: Freul dir zu

00:01:01: sein.

00:01:03: Wie immer an der Stelle für euch.

00:01:04: nochmal kurz der Hinweis.

00:01:05: Die Folge gibt es auch bei YouTube als Videopodcast zu sehen.

00:01:07: Schaut da gerne rein und lasst uns ein Abo da.

00:01:09: Unser Kanal freut sich da sehr.

00:01:12: Tobias, die Leute wissen es vielleicht auch schon und wenn nicht, dann werden sie es jetzt erfahren.

00:01:16: Du hast ja auch einen eigenen Podcast.

00:01:17: Vielleicht magst du da auch nochmal zwei Sätze erzählen.

00:01:19: und auch gerne, was macht ihr bei Fischer Consulting?

00:01:22: Ja, gerne.

00:01:23: Ganz kurz und knapp.

00:01:24: Der Podcast, den ich habe, fabrikt der Zukunft.

00:01:26: Da geht es um genau die Frage, wie gestalten wir die Produktion und die Logistik von morgen?

00:01:29: Und da geht es dann vom Thema der Führung angefangen bis hin zum ganzen Thema Automatisierung und Digitalisierung.

00:01:35: Also auch spannende Themen, die heute auch mit einfließen werden.

00:01:38: Und bei der Fischerkonsultin sind wir Teil der Unternehmensgruppe Fischer, als Verminunternehmen bekannt für den Dübel unter anderem, aber auch ganz viele andere Befestigungssysteme, auch andere Unternehmen wie Fischer Technik zum Beispiel, was vielleicht auch der eine oder andere kennt.

00:01:51: Und wir haben auch eine eigene Beratung, eine Unternehmensberatung und Prozessberatung.

00:01:55: Und die kommt genau aus dieser Linenfilosophie, von der du jetzt gerade erzählt hast, weil wir das schon seit über zwanzig Jahren mit unserem eigenen Prozesssystem, so nennen wir das Fischerprozesssystem, machen und leben.

00:02:06: Und so lang gibt es auch in der Tatifische Consulting schon, um genau dieses Wissen und die Erfahrung dann auch weiterzugeben und aber auch intern die Themen weiter voranzutreiben in der Unternehmensgruppe.

00:02:14: Die Brille hast du aber vorher schon in Rot gehabt.

00:02:16: Nein, ich hab ne neue Brille in Rot, aber ja.

00:02:19: Ich hab schon länger ne Brille in Rot, genau.

00:02:21: Also nicht nur passen zu den Farben von Fischer, sondern...

00:02:24: Es passt auch, auf jeden Fall.

00:02:25: Sehr gut, also bist komplett corporate im Game.

00:02:27: Ja,

00:02:28: genau, so muss es sein.

00:02:29: Sehr schön.

00:02:30: Ich hab dich schon vorgewandt, wir stellen immer noch so ne kleine persönliche Frage zum Einstieg.

00:02:33: Immer her damit.

00:02:34: Für dich hab ich mir heute überlegt, wenn du eine Sache aus dem letzten Jahr anders machen könntest, welche wäre das und warum?

00:02:40: Also was war, zwanzig, fünfundzwanzig, wo du sagst, das... Würde ich vielleicht jetzt anders machen?

00:02:45: rückblickend oder sagst du, nee, war alles mega geil.

00:02:47: Nehm ich genauso noch

00:02:48: mal.

00:02:48: Boah, das ist eine echt gute Frage.

00:02:52: Ich bin echt happy, muss ich sagen, mit ganz, ganz vielen Sachen.

00:02:56: Vielleicht ist ein oder andere Projekt, was ich so nebenher noch mache, eher nach hinten schieb.

00:03:01: Also, wir sind gerade dabei, unser Haus zu sanieren und so.

00:03:04: Und das raubt an den ein oder anderen Abend.

00:03:07: Sehr

00:03:08: gut, also ein bisschen besser das Projekt.

00:03:10: Genau, das vielleicht, ja, genau.

00:03:12: Das kann man noch optimieren.

00:03:14: Schön, dann lass uns einsteigen, wir haben ein spannendes Thema vor uns, Digitalisierung und Lean Manufacturing und wie das eigentlich alles zusammenpasst und ob es überhaupt zusammenpasst.

00:03:22: Ich habe es gerade schon mal erwähnt, also gefühlt ist es ja dieses Lean-Management, so ein bisschen alter Hut, hört man irgendwie schon viele Jahre in allen möglichen Kontexten, gerade wenn man sich in Produktionen und Co.

00:03:31: rumtummelt.

00:03:33: Warum glaubst du trotzdem, dass es für den Superaktuelles Thema ist und aus deiner Sicht absolut relevant für den Mittelstand?

00:03:39: Ja, es ist und bleibt ein super wichtiges und aktuelles Thema.

00:03:44: Ist es richtig, dass natürlich viele Unternehmen sich schon vor, keine Ahnung, eben zwanzig Jahre und teilweise noch länger oder auch in den letzten Jahren mit Lin beschäftigt haben.

00:03:52: Gibt fast keinen produzierendes Unternehmen, was nicht immer mal Lin eingeführt hat.

00:03:56: Die Frage ist immer natürlich, wie sehr lebt man das heute noch?

00:03:59: Und ich merke das bei ganz vielen Unternehmen, die sich jetzt heute wieder auf die Themen zurückbesinnen, weil sie eben merken, der Druck steigt.

00:04:07: Druck einerseits vom Markt herkommend, in Flexibilität, aber auch entsprechende Effizienz kostenseitig und dann natürlich auf der Webbehörbsseite noch dazu.

00:04:17: Und das ist ein Zusammenspiel, wo die Leute jetzt nochmal anfangen zu überlegen, wie stellen wir uns da wirklich schlank und aber auch kundenorientiert auf.

00:04:24: Und es gab auch ein paar Branchen gefühlt, vor allem im deutschsprachigen Raum, die haben sich auch lange zurücklehnen können.

00:04:31: Vielleicht gerade in Richtung Maschinenbau zum Beispiel denken.

00:04:34: Die haben sich über Effizienz gar nicht so viel Gedanken gemacht.

00:04:35: Die haben vielleicht auch Linien eingeführt, wann man das halt gemacht hat.

00:04:38: Aber die haben vielleicht gar nicht so richtig verstanden, was es bedeutet und wie man das wirklich lebt und auch übergreifend im gesamten Unternehmen dann auch wirklich zu Exzellenz bringt.

00:04:46: Und die merken jetzt, oh, vielleicht sollte ich mich doch mal mit schlanken Prozessen beschäftigen, weil sonst bin ich nachher nicht mehr webberstich.

00:04:53: Sagst du schon ein wichtiges Wort?

00:04:54: Prozesse ist ja auch im Bereich der Digitalisierung immer besonders spannend.

00:04:57: Wie hängt jetzt in deiner Wahrnehmung oder auch in deiner Erfahrung das Thema Digitalisierung mit Linien zusammen?

00:05:03: Also, da gibt's ein ganz enges Zusammenspiel und aus meiner Sicht auch eine zwingende Notwendigkeit.

00:05:08: Also, wie du schon richtig sagst, wenn ich mich mit Digitalisierung beschäftige, dann sollte ich mich auch immer mit meinen Prozessen beschäftigen.

00:05:16: Und wenn ich das nicht mache, dann habe ich vielleicht irgendwas tolle digitalisiert, aber habe nicht Effekte.

00:05:20: Und ich glaube, wenn man jetzt so ein bisschen auch die letzten Jahre zurückschaut, ja, auch Industrie für Punkt Null und so ist ja nicht mehr neu, ja.

00:05:27: Und man muss sich aber auch kritisch hinterfragen, wir haben jetzt schon viel digitalisiert in den Fabriken, wir haben auch vieles schon automatisiert.

00:05:33: Aber haben wir die Effekte auch wirklich daraus gezogen, die wir uns da erhofft haben?

00:05:37: Und das das ehrliche Resultat ist, glaube ich, in vielen Fällen so richtig haben wir die Effekte nicht.

00:05:45: Und wir haben auch teilweise dann auch negative Effekte, dass dann über eine Software auch ein Silo vielleicht entstanden ist oder vielleicht auch eine Abhängigkeit entstanden ist von einem Software Anbieter oder von auch einer internen IT oder was auch immer.

00:05:58: Wo jetzt dann die Frage ist, hat sich das alles überhaupt gelohnt?

00:06:00: Und meine Meinung ist ja, Digitalisierung, das darf man nicht in Frage stellen, aber wir müssen trotzdem in Frage stellen, wie digitalisieren wir.

00:06:06: Und da kommen wir wieder zurück zu den Prozessen, dass wir, wenn wir uns sehr, sehr gut mit unseren Prozessen beschäftigen, auch prozessorientiert, entsprechend das Unternehmen als man optimieren, aber dann auch digitalisieren, dann ist es wirklich ein Erfolg.

00:06:18: Und da gibt es einige Kniffe und Tricks aus der Praxis und auch Erfahrungen aus unserem Alltag.

00:06:23: Da

00:06:24: liegt die nächste Frage nahe.

00:06:25: Magst du diese Tricks und Kniffe mal mit uns teilen?

00:06:28: Vielleicht wenigstens mal ein, zwei, wo du sagst, damit habt ihr vielleicht auch bei einem Kunden vor Ort oder so mal besonders spannende Effekte erzielt oder da konntet ihr vielleicht auch die Augen ein bisschen

00:06:36: öffnen.

00:06:36: Also ein ganz praktisches Thema ist es immer wirklich erstmal vom Prozess zu kommen und nicht von der Technologie.

00:06:43: Weil ich glaube, das kennt jeder, der irgendwo Management ist, dann kommt Mitarbeiter, einen Logistikleiter, Fertigungsleiter oder wie auch immer war auf einer Messe, hat eine tolle Software gesehen und sagt, hey, Das wäre doch toll, das müssen wir jetzt einführen.

00:07:20: Ja, ich glaube fahrellose Transportsysteme.

00:07:21: Ja, genau.

00:07:22: Das kann man für jede Technologie nehmen, für Software, für KI, ja, auch super spannender.

00:07:27: So, und dann zu sagen, okay, super Idee, da ist ja ein Grund dahinter, ne?

00:07:32: Also das hat ja irgendeinen Grund, warum das jetzt angesprochen hat.

00:07:35: Aber jetzt lass uns da mal auf Ursachenforschung gehen und sagen, okay, was ist denn der Prozess für den das Relevant ist und was wollen wir denn da verändern?

00:07:43: Und dann mal diesen Prozess zu analysieren und sich diesen Prozess wirklich mal systematisch anzuschauen, aufzunehmen, wirklich die einzelnen Prozessschritte, auch die Zeiten, die Daten, die jemand dazu schon hat.

00:07:51: Meistens gibt es ja auch schon digitale Systeme.

00:07:54: Und nochmal zu gucken, welches System haben wir denn überhaupt?

00:07:56: Meistens ist man ja auch überrascht.

00:07:57: Ja, klar, das machen wir schon digital das, aber dann gibt es dazwischen vielleicht Medienbrüche.

00:08:01: oder dann gibt es vielleicht Schritte, die noch nicht digitalisiert sind, wo manuelle Tätigkeiten sind.

00:08:06: Und das mal wirklich runterzuschreiben, aufzunehmen und vor allem transparent zu machen.

00:08:11: Weil das ist dann ein Aha-Erlebnis, wo man dann sieht, okay, löst es überhaupt ein Problem, das wir haben?

00:08:15: Oder ist es einfach eine tolle Idee, die vielleicht gar nicht so viel bringt?

00:08:19: Und man kann dann vom Prozess aus dann gucken, okay, wie sollen jetzt die Zukunft ausschauen und auch welche Technologien machen denn da überhaupt Sinn?

00:08:25: Das heißt, um das nochmal zusammenfassen, du sagst zwar, Selin ist eigentlich ein guter Startpunkt für Digitalisierung, weil ich mich dadurch zwinge, meine Prozesse zu hinterfragen.

00:08:34: Genau,

00:08:34: also Leute, die natürlich diese Linenfilosophie schon leben, die sind da schon unheimlich gut, so was zu machen und die würden das auch schon machen.

00:08:40: und würde dann vielleicht die Digitalisierung manchmal hinten raus vergessen.

00:08:42: Das ist dann so die andere Seite der Medaille.

00:08:44: Aber vom Grundsatz ist es genau richtig, wenn ich sage, ich mache so einen Workshop, ich nehme so einen Prozess auf, ich analysiere, wo habe ich Verschwendung im Prozess.

00:08:51: Das sind genau die Linprinzipien.

00:08:54: Und wenn ich lerne, so auch die Prozesse anzuschauen im Unternehmen durch diese Linprille, dann sehe ich dann natürlich schon genau die Potenziale, die mir dann nachher vielleicht in Richtung Digitalisierung helfen können.

00:09:04: Da ist nicht immer zwingt die Digitalisierung die erste und beste Antwort.

00:09:07: Manchmal kann man auch viel einfacher.

00:09:09: Manchmal reicht vielleicht die Prozessoptimierung schon.

00:09:11: Ja oder ich kann vielleicht ein Prozess weglassen.

00:09:14: Also das ist die besten Prozesse sind die, die ich einfach weglassen kann.

00:09:18: Dann brauche ich geil digitalisieren und nichts automatisieren.

00:09:20: Das ist dann das Beste.

00:09:23: Aber ich lege natürlich auch mit dieser Transparenz eine super Grundlage für die Digitalisierung.

00:09:27: In dem Kontext hast du im Vorgespräch auch gesagt, dass man nicht zu klein denken soll, aber auch nicht zu groß denken soll.

00:09:33: Kannst du das nochmal ein bisschen einordnen, wo du sagst, also ich kann mir halt vorstellen, vielleicht jetzt aus meiner Perspektive so, wenn Prozesse zu klein gedacht werden, also zu kleinteilig vielleicht auch oder auch nicht umfassend, also end-to-end sag ich jetzt mal, dann ist es ein Problem, aber wenn ich halt versuche, alles auf einmal zu machen, ist auch ein Problem.

00:09:48: oder hast du das nochmal in ganz anderen Kontext gesetzt?

00:09:51: Man kann es auf zwei Ebenen betrachten und das eine ist jetzt erstmal wirklich von der Analyse, da sollte man end-to-end das Ganze betrachten, ja?

00:09:57: Also, weil... Auch da wieder ein wichtiges Prinzip vom Lean ist, vom Kunden herzudenken, vom Kunden Nutzen herzudenken.

00:10:03: Man sagt auch wertschöpfend.

00:10:04: Also was ist wertschöpfend?

00:10:06: Das impliziert ja immer die Frage, was bringt den Kunden am Ende, was der am Ende unser aller Gehalt bezahlt.

00:10:13: Und das ist natürlich erstmal ein Grundprinzip und da gibt es eigentlich gar nichts groß zu diskutieren.

00:10:20: Was jetzt aber wichtig ist, wenn ich mal so eine Analyse gemacht habe, wie gehe ich denn damit um?

00:10:24: Jetzt habe ich hier ganz viele Potenziale und jetzt kann ich ... eine Anführungszeichen zu klein denken und wirklich nur diese ... ... low hanging Food zu nehmen und sagen ... ... ich optimiere ein bisschen hier und optimiere ein bisschen da.

00:10:33: Das war gut und auch wichtig ... ... aber damit stelle ich mich natürlich nicht für die Zukunft ... ... entsprechend zukunftsfähig auf.

00:10:40: Das ist das, was ich eigentlich immer machen sollte ... ... und wenn ich jetzt sage, ich gehe in so ein Workshop rein ... ... und ich habe Digitalisierung im Hinterkopf, ... ... dann muss ich natürlich größer denken.

00:10:47: Und meine Empfehlung ist es da wirklich eine Prozessvision zu entwickeln.

00:10:49: Also wirklich zu sagen, ... ... hey, wir träumen mal und wir denken mal wirklich radikale ... ... und wir sagen mal, wir wollen die Durchlaufzeit um ... ... neunzig Prozent reduzieren.

00:10:56: Nicht nur um zehn Prozent besser werden, sondern um neunzig Prozent.

00:10:59: Das ist dann mehr ein Nordstern.

00:11:01: Das ist wahrscheinlich was, was ich dann auch nicht direkt umsetzen kann.

00:11:03: Aber wo ich natürlich durch so eine Zielsetzung auch anfangen, anders zu denken und größer denke und auch nochmal radikaler über meine Technologien und über vielleicht auch komplett neue Prozesse nachdenken muss.

00:11:14: Und das ist wichtig, um da auch eine gewisse Kreativität mit reinzubekommen.

00:11:16: Brauche natürlich auch die richtigen Leute im Team.

00:11:19: Ist gut, wenn ich auch ganz unterschiedliche Leute dann in so einem Workshop dabei habe, aber dann kriege ich gute Ergebnisse.

00:11:24: was so eine Prozessvision anbelangt.

00:11:26: Und jetzt ist aber die ganz große Gefahr, das sehe ich vor allem in Deutschland, wo wir auch sehr ingenieursmäßig denken und auch in den produzierten Unternehmen ingenieursmäßig geprägt sind, dass wir dann in so ein Over-Engineering kommen.

00:11:37: Wir haben jetzt kurz gedacht, haben eine Vision und wie passiert das dann normalerweise, dass sich dann anfangen, machen Großprojekt raus.

00:11:44: Ich mach raus ein Konzept, dann ein Feinkonzept und detailliert es und so weiter.

00:11:47: Und dann dauert es ein Jahr, ist es nur nichts umgesetzt.

00:11:50: Und am Ende ist ein Riesenprojekt da, was keiner bezahlen will und wo dann nachher eine Geschäftsführung sagt, boah, so viel Budget und nochmal so viel Zeit für die Umsetzung.

00:11:59: Sorry.

00:12:00: Komm nächstes Jahr nochmal.

00:12:03: Und das heißt, da haben wir zwar gut gedacht von der Vision, aber die Künste ist es jetzt dann wieder, möglichst schnell in die pragmatische Umsetzung zu gehen, vielleicht eine Rotmap zu machen.

00:12:12: Die muss aber adaptiv sein, also anpassbar.

00:12:15: und dann eher zu gucken, wie können wir jetzt einen guten ersten Schritt gehen, auch schon Richtung Digitalisierung und Automatisierung, aber ohne dass wir gleich alles wollen, sondern wir picken mal im Pilotbereich raus, legen dem los, machen dann den ersten Schritt, setzen noch nicht die Vision um, haben aber schon den Benefit.

00:12:28: Und das bringt ja einfach den Unternehmen nachher.

00:12:30: was, weil nur wenn man wirklich die Ideen umsetzt, macht sich das nachher immunitär bemerkbar, wenn die Prozesse auch wirklich in der Praxis effizienter sind und nicht nur auf dem Papier.

00:12:38: Absolut.

00:12:39: Ist dafür dich ein guter Ansatzpunkt?

00:12:40: Ich glaube, im Linen heißt es Muda, also diese Verschwendung, um die es da ja auch oft geht, dass man sagt, wir wollen effizienter werden, wir wollen Verschwendung reduzieren.

00:12:47: Also wie du sagst, auch keine unnötigen Prozesse, aber natürlich auch keine unnötigen Materialien irgendwo.

00:12:53: Ist das so ein guter Ansatzpunkt?

00:12:54: und zu sagen, da finde ich mein kleines erstes Projekt, wo wir vielleicht die größte Verschwendung haben?

00:12:59: Oder sagst du, nee, da gibt es noch einen ganz anderen, viel besseren Ansatzpunkt?

00:13:02: Ja, also der Blick auf das Mude, auf die Verschwendung, also auf das, was nicht wertschöpfend ist, um den Begriff von Vornummer aufzugreifen, das ist wichtig, wenn ich die Prozesse analysiere.

00:13:10: Ja, weil dann sehe ich da, boah, ich habe einen hohen Bestand, lange Liegezeiten entsprechend von meiner Ware, ein gebundenes Kapital am Ende auch.

00:13:19: und eine lange Durchlaufzeit, die zum Beispiel dafür sorgt, dass der Kunde auch lange warten muss.

00:13:24: Und das ist natürlich was, das zu analysieren hilft, nachher herauszufinden, wo kann ich denn auch mit einer Veränderung des Prozesses einen hohen Mehrwert am Ende auch generieren?

00:13:33: Also von dem her ist der Blick darauf definitiv wichtig, wenn es dann darum geht auch zu sagen, okay, was kann ich umsetzen?

00:13:39: Ich meine, bei der schnellen Umsetzung geht es natürlich dann nicht nur um die große Einsparen, sondern auf die Frage, was ich aufhandbetreib.

00:13:43: Von dem her muss man es immer auch im Verhältnis sehen.

00:13:45: kann natürlich sein, dass gerade da, wo ich natürlich eine große Einsparung habe, auch ein hoher Aufwand dahinter steckt.

00:13:50: Und dann kommen wir natürlich jetzt auf die Ebene von den Technologien und Software bzw.

00:13:55: dann auch der Hardware oder auch Automatisierung.

00:13:57: Das natürlich auch gucken muss, was für Prozesse sind es und wie kann ich die auch digitalisieren?

00:14:02: Da gibt es natürlich Themen, da muss ich mehr Aufwand betreiben und es ist auch ganz normal, dass da größere Investments dahinter stehen.

00:14:07: Das eignet sich dann natürlich nicht für ein Pilot.

00:14:09: Das heißt, beim Piloten würdest du auch schon auf diese... Vielleicht auch ein bisschen verhassten, quick wins.

00:14:14: Ja, genau.

00:14:15: Also, ich habe einen meiner Mitarbeiter, der sagt das immer so schön, die low hanging foods sind eigentlich nicht die, die am Baum hängen und ich so greifst, sondern eigentlich die Äpfel, die schon am Boden liegen.

00:14:23: Da gibt es natürlich viele davon und die sieht man oft nicht.

00:14:27: Und jetzt ist die Kunst natürlich natürlich schon auch ein gewissen Mehrwert zu erzielen.

00:14:32: Also wir wollen jetzt ja nicht nur die ganz kleinen Optimierung, das ist das, was im besten Fall in der guten Linkultur sowieso im Alltag läuft, also die kleinen Prozessoptimierungen.

00:14:41: Wir reden jetzt bewusst über das Zusammenspiel auch mit der Digitalisierung.

00:14:43: Es gibt dann halt verschiedene Indizien, die zeigen, da lohnt sich Digitalisierung und Automatisierung, wenn es eine hohe Wiederholläufigkeit hat.

00:14:51: Natürlich eine hohe Verschwendung, das wäre so ein anderes Indiz.

00:14:53: Und natürlich auch, wenn der Aufwand das zu digitalisieren oder zu automatisieren überschaubar ist.

00:14:58: Das wird sich dann anbieten für einen guten Pilot.

00:15:00: Okay, aber das heißt, sichtbar machen kann ich das am Ende nur, also diese App für die schon am Boden liegen, in dem ich eben vorher analysen fahre.

00:15:05: Genau,

00:15:05: und das ist das Zusammenspiel, wo wir relativ klassisch hinweg sind, aber natürlich auch die Digitalisierung schon im Blick haben müssen.

00:15:10: ... bei den Analysen nach.

00:15:12: Wer macht die Analysen?

00:15:13: Also habe ich da intern eine ganze Abteilung sitzen, ... ... setze ich da jemanden drauf an, ... ... der das dann Tag und Nacht macht, ... ... hole ich mit der Unterstützung von außen, ... ... was ist da deine Empfehlung?

00:15:20: Was bringt mich an den Nelson ans Ziel?

00:15:23: Wenn ich die Leute nicht habe, ... ... kann ich mir jemand von außen holen, ... ... das ist dann auch unser Geschäftsmodell ... ... des Fisher Consulting.

00:15:28: Natürlich.

00:15:28: Aber was wir auch machen, ... ... das ist eigentlich dieser Ansatz train the trainer.

00:15:31: Also im besten Fall ... ... baue ich mir natürlich eine Organisation auf, ... ... im Unternehmen, wo ich sagen kann, okay, ... Ich habe es geschafft, dass in jedem einzelnen Bereich Leute da sind, die in der Lage sind, so ein Workshop zu moderieren.

00:15:43: Ich habe Leute, die diese Linenfilosophie inhaliert haben und die in der Lage sind, so eine Prozessaufnahme zu machen oder dann so ein Visionsworkshop, so ein Solprozess dann auch zu entwickeln.

00:15:54: Da muss ich denen natürlich einerseits die Grundlagen zum Verschwendungsarten schulen.

00:15:59: Ich muss denen schulen, wie mache ich vielleicht eine Wertstromaufnahme oder eine Swimlane.

00:16:02: Ich musste auch Schulen, wie berücksichtige ich dann auch solche Digitalisierungspotenziale.

00:16:07: Ja, und das kann man machen.

00:16:09: Das geht halt aber nicht von heute auf morgen.

00:16:10: Es ist ein Teil Kultur, den ich da auch brauche.

00:16:13: Ein Teil dann entsprechend des Wissen und die Befähigung der Mitarbeiter.

00:16:16: Und die ganzen Tools, die ich dann halt auch kennen musste.

00:16:21: Aber man kann sich das aufbauen und meistens dann auch eine Mischung, dass man ein zentrales Team vielleicht hat, dass man Leute in den Bereichen hat.

00:16:27: Aber je näher man da die Leute, die am Prozess befähigt, desto besser, je mehr können die es halt auch selbstständig umsetzen.

00:16:33: Würdest du dann aber sagen, dass die besten Analysten auch die sind, die die Prozesse selber durchführen?

00:16:37: Also zumindest mal intern, die wirklich nah dran sind?

00:16:39: oder sagst du, nee, manchmal ist der Blick von jemandem, der vielleicht nicht den Prozess selber ausführt, vielleicht sogar besser?

00:16:44: Die Mischung macht's.

00:16:45: Also so ein Workshop würde ich immer gucken, nehmen jemand mit dazu aus der IT, jemand, der sich vielleicht mit der Hardware auskennt, jemand, der möglichst nah im Prozess ist, neben einem Auszubildenden dazu oder einen dualen Studenten oder so, die vielleicht nochmal eine ganz neue Perspektive reinbringen und... wenn es kritische und wichtige Themen sind, natürlich auch jemanden externen, der nochmal von außen drauf schaut, vielleicht nochmal die methodische, das ein methodischer Know-how mitbringt.

00:17:07: Klar, also je wichtiger so ein Prozess ist, je strategischer aus so ein Digitalisierungsprojekt ist, je mehr muss ich natürlich sicherstellen, dass das gut wird.

00:17:14: und wenn ich da mehr Leute dabei habe und verschiedene Brillen, dann wird in der Regel auch das Ergebnis besser.

00:17:18: Ich darf es nicht übertreiben, weil sonst irgendwann wird der Prozess zu aufwendig.

00:17:21: Ja, da sind wir dann vielleicht wieder bei dem Thema, was du vorhin angesprochen hast, das Ganze muss irgendwie anpassbar bleiben.

00:17:25: Ja.

00:17:26: Also adaptiv.

00:17:27: Da vielleicht auch noch mal die Frage, es gibt ja auch noch dieses Prinzip des Agilen-Arbeitens und Agile-Methoden.

00:17:32: Und wie auch immer, passt das da irgendwie in dieses Konglomerat mit rein?

00:17:35: Oder sagst du ja, okay, bleibt mal bei Lean und vielleicht noch Digitalisierung, aber dann ist auch gut?

00:17:40: Oder ist Agilität genau das, was es dann noch braucht, um den Prozess eben nicht zu groß aufzublasen, sondern flexibel zu bleiben, sich anzupassen an das, was passiert?

00:17:47: Ja, also gerade in produzierenden Unternehmen würde ich sagen, fang mal mit Lean an und im Zusammenspiel mit Digitalisierung kann man da ganz, ganz vieles an Potenzialen heben.

00:17:58: Agile Methoden haben eine gewisse Nähe auch zu Lean-Philosophie, weil Lean natürlich auch das Thema Flexibilität als eine der Prinzipien hat.

00:18:05: Und wenn ich beispielsweise kurze Durchlaufzeiten habe von meinen Prozessen, dann bin ich als Unternehmen schon deutlich flexibler, kundener und so weiter.

00:18:11: Und das zahlt alles auch auf das Thema Agilität ein.

00:18:16: Gibt ja auch manche Tools, wie kann man, was man aus dem Lean-Kontext kennt und genauso auch aus dem agilen Ansatz.

00:18:24: Deswegen lassen sich viele Methoden da auch gut kombiniert.

00:18:26: Ich komme

00:18:26: doch auch beides aus Japan, oder?

00:18:27: Ja,

00:18:27: genau.

00:18:28: Wenn

00:18:28: ich es richtig weiß.

00:18:28: Einmal Toyota Lean und wie kann man, weiß

00:18:31: ich gar nicht.

00:18:31: Ja, genau.

00:18:32: Also es kommt aus dem Toyota-Umfeld.

00:18:33: Ja, auch quasi.

00:18:35: Die Kann-Bahn-Störung.

00:18:36: Ja, und das bedeutet eigentlich, dass es sich gut ergänzt und man muss schon immer aufpassen, nicht alles passt direkt zusammen.

00:18:46: Aber was ich zum Beispiel gesagt habe über so eine Rotmap, wenn wir so eine Rotmap erstellen, machen halt manche Firmen den Fehler, dass sie das in Stein meißen und denken, sie arbeiten das jetzt wie nächsten zwei Jahre ab.

00:18:55: Aber die Technologie entwickelt sich halt so schnell weiter, dass ich eigentlich bittes ins Quartalsweise gucken muss, passt es noch oder habe ich jetzt technologisch ganz andere Möglichkeiten und kann vielleicht zwei Schritte auf einmal gehen?

00:19:04: oder Beispiel KI, da gibt es dann ein neues Update und auf einmal brauche ich dann das gar nicht mehr kompliziert abbilden.

00:19:11: Jetzt macht die KI das mit in Anführungszeit.

00:19:14: Vielleicht generell da die Frage, was sind so, ich sag mal, vielleicht auch Tools, ich sag mal, es gibt ja auch neue Deutsch, wahrscheinlich auch gar nicht mehr so neue, aber so die ganze Thema Low Code Anwendungen, No Code Anwendungen und so weiter.

00:19:24: Sind das Dinge, wo du sagst, die würde ich mir auf jeden Fall mit reinholen, wie du sagst, vielleicht auch KI Anwendungen, die dann bestimmte Dinge beschleunigen oder überfordert man sich damit dann vielleicht auch schnell?

00:19:34: Ja, Local Software ist ein super wichtiges und spannendes Thema.

00:19:37: Die haben absolut an Fähigkeiten gewonnen in den letzten Jahren und es ist ganz schön, weil wenn wir über Digitalisierung reden, haben wir noch eine Sache nicht wirklich betrachtet.

00:19:45: Das heißt, je nachdem was für ein Prozess ich mir anschaue, kann es sein, dass es ein wirklich superzentraler Geschäftsprozess ist, der end-to-end wirklich entscheidend ist, dass am Ende die Produktion zum Beispiel läuft.

00:19:57: Da brauche ich im Zweifel auch große Systeme, da ist mein ERP-System mit drin, mein MES, ein WMS und so weiter.

00:20:03: Und die müssen einfach super zuverlässig laufen.

00:20:05: Und das klar, da brauche ich die IT, da brauche ich die entsprechenden Experten, da hole ich mir auch vielleicht einen Berater noch mit dazu und so weiter, weil da möchte ich keine Kompromisse eingehen und das muss einfach im Daily Business funktionieren.

00:20:16: Dann sind aber auch diese Abhängigkeiten okay.

00:20:19: Jetzt habe ich aber auch komplett lokale und dezentrale Prozesse.

00:20:22: So die Sonderlocke in dem Team A und hier noch ein Prozess, den es nur dort gibt im Team B und dann im Büro hier noch was und da und da haben wir ja super viele Potenziale genauso für Prozessoptimierung.

00:20:34: Aber das ist halt dann nicht so der große Wiederholfaktor und da gibt es dann auch nicht um die Echtzeitfähigkeit und andere Themen.

00:20:40: Und dann möchte ich ja dann nicht die IT fragen oder mein ERP Implementierungspartner oder was auch immer.

00:20:46: Weil da bin ich dann in meinem Sonderprozess für mein Team ganz hinten und wir werden diesen Zweifel auch gar nicht leisten.

00:20:53: Und das ist genau das Spielfeld in diesen lokalen dezentralen Prozessen, wo ich dann mit Logo-Software perfekt unterwegs bin, wo ich mir einfach Dinge auch selber automatisieren kann oder digitalisieren kann und wo ich mir dann auch entsprechend mit den richtigen Werkzeugen auch die Möglichkeiten schafft, das auf flexibel anzupassen.

00:21:09: Weil die Prozesse wendern sich auch regelmäßig und wenn ich dann wieder warten muss, bis es angepasst wird, dann verhindert es entsprechend dann auch.

00:21:15: die schnelle Umsetzung.

00:21:16: Und jetzt ist ein wichtiger Punkt, das ist ja genau die Linenfilosophie.

00:21:20: Meine Mitarbeiter zu befähigen, auch selber die Prozesse, erst mal die Verschwendung zu sehen, dann selber die Prozesse auch zu optimieren und das zu verbessern.

00:21:27: Und das ist natürlich das Pasta Perfekt, dann auch so eine Locosoftware oder Locosoftware zu verwenden.

00:21:32: Sozusagen dann für die, ich nenne jetzt mal böse, die Randprozesse, also die quasi, ich sage mal, es gibt vielleicht einen Fokusprozess, wie du sagst, wo es dann eben um Wiederholbarkeit und solche Dinge geht.

00:21:41: oder eben auch Echtzeitdaten für den Kunden am Ende.

00:21:43: Da würdest du sagen, da müssen wir schon professionell dran arbeiten sozusagen, aber die Strom rum, was da vielleicht noch angrenzt oder ergänzt, da kann man ruhig auch mal ein bisschen Assent on sein.

00:21:52: Das sind die Prozesse, die halt zum Beispiel nur in einem Team laufen oder die Prozesse, die komplett losgelöst sind, wo es wenig Schnittstellen gibt.

00:22:01: Wir haben zum Beispiel so ein Fünf-S-Selbstcheck.

00:22:04: Und der läuft bei Fischer für alle Mitarbeiter.

00:22:07: Also kann man jetzt gar nicht so sagen, das ist nur für einen Team.

00:22:10: Aber der ist ja komplett losgelöst von allen anderen Prozessen.

00:22:12: Deswegen super für Low Code.

00:22:13: Da haben wir uns eine kleine App gebaut.

00:22:15: Das kriegt jeder automatisiert die Erinnerung, kann den Fragebogen ausführen, kriegt sofort eine Auswärtsung, Empfehlungen.

00:22:21: Perfekt.

00:22:23: Und genauso gibt es andere Prozesse, die sind komplett lokal nur in einem Team und es wäre jetzt so was anderes.

00:22:29: eine Steuerung oder einen kleinen Flow zu machen, der irgendwas im Hintergrund automatisiert, was ja nur für das eine Teamrelevant ist.

00:22:35: Da habe ich dann vielleicht Schnittstellen, ja, aber halt eben am Ende nutzen es fünf Leute.

00:22:39: Und das brauche ich jetzt auch nicht unbedingt in einem RPSystem.

00:22:42: Und

00:22:42: dass wir dann auch wieder bei diesem dafür jetzt einen ewigen Projektplan machen, das dann vorstellen, einreichen und so weiter.

00:22:46: Ja, eine schnelle Umsetzung,

00:22:47: weil sonst die Mitarbeiter frustriert.

00:22:48: Weißt du, der ist nächste.

00:22:50: Wenn die Mitarbeiter damit gestalten können, einbezogen werden schon in der Prozessaufnahme, in der Entwicklung von Ideen, in der Entwicklung der Prozessvision, sind sie ja begeistert.

00:22:59: Jetzt gibt es aber nur eine fatale Sache.

00:23:01: Wenn dann ein Jahr lang nichts passiert, ist die Begeisterung schnell wieder weg.

00:23:04: Wenn ich das dann aber selber umsetzen kann und sehe, es funktioniert und ich habe dann Benefit, dann sind die Leute auch wieder begeistert, die nächsten Ideen mit einzubringen.

00:23:10: Und dann hat es so einen selbst verstärkenden Effekt, wo genau das wollen wir ja bei Digitalisierung.

00:23:15: Leider erlebe ich beim ein oder anderen Unternehmen das Gegenteil.

00:23:18: Das

00:23:19: ist vielleicht jetzt auch hier nochmal die Chance, dass wir die Leute ein bisschen aufrufen, da wirklich auch mutig zu sein, kleinere Prozesse eben auch mit solchen Low Code oder Low Code Anwendungen schnell zu digitalisieren, um die Mitarbeiter am Ball zu halten, sozusagen.

00:23:31: Sehr schön.

00:23:33: Ich glaube, ich würde gerne nochmal so ein bisschen in die Praxis reinschauen.

00:23:35: Du hast ja auch schon echt viel Erfahrung in Produktionsumfeld oder in der Industrie generell.

00:23:40: Gibt es vielleicht ein oder zwei Projekte, wo du sagst, da kannst du uns mal mit reinnehmen, so ein bisschen erklären, wie hat Lean und Digitalisierung da gut zusammengepasst, was ist da passiert, was war an die Abläufe, was war die Ausgangssituation und wo stehen die jetzt?

00:23:52: Kannst du uns da mal in ein Projekt vielleicht mit reinnehmen?

00:23:54: Gerne, also ein wirklich größeres Projekt, was wir da intern auch hatten bei Fischer in der Unternehmensgruppe, war die Produktion von unserem Landschaft-Dübel.

00:24:03: Und das ist ein spannendes Projekt gewesen, weil da war die ganze Planung der Produktionsprozesse noch komplett manuell.

00:24:09: Wir haben so ein großes Grobplan-Tafel gehabt, da wurden die Produktionsaufträge, die waren schon digital, aber die wurden ausgedruckt, wurden dann einsortiert und wurden dann abgearbeitet von Mitarbeitern.

00:24:18: Das ist jetzt schon ein paar Jahre her, aber das war damals der Status quo und das ist auch in vielen Fabriken heute noch.

00:24:23: Und hat auch funktioniert wahrscheinlich?

00:24:25: Es hat gut funktioniert.

00:24:27: Mittlerweile sieht es glückweise in allen Fabriken anders aus, aber man erkennt natürlich da auch sofort, da ist Verschwendung, der Mitarbeiter muss laufen, also die Bewegung geht dann zu dieser Tafel.

00:24:37: Da musst du vielleicht noch suchen, wenn es blöd läuft, im besten Fall nicht.

00:24:41: Und ich hab natürlich auch nicht so die Transparenz.

00:24:43: Also natürlich ist es visuell sichtbar, aber ich kann jetzt im Nachgang nicht mehr

00:24:46: nachvollziehen.

00:24:47: Kein Aufmerksstatus oder so

00:24:48: was.

00:24:48: Genau, irgendwo ein System reingucken und sehen, wie lange war das, der wo und wie sieht es genau aus, wo ist der Status heute?

00:24:55: So, und dann ist man aber reingegangen, hat nicht gesagt, wir schaffen das Software an, sondern hat man diesen Prozess analysiert und geguckt, wo stehen wir denn überhaupt?

00:25:01: und hat gemerkt, da waren über sechzig Medienbrüche in diesem Gesamtprozess.

00:25:04: Ja, das war dann nicht nur die Einplanung, sondern auch an vielen anderen Themen.

00:25:07: Hat auch gesehen, dass nicht schon viele Digitale tut da.

00:25:09: Und dann kommt man sich die Frage stellen, wie können wir das jetzt digitalisieren?

00:25:13: und hat dann eine Prozessvision auch entwickelt.

00:25:16: Die war dann wirklich die voll automatisierte Feinplanung der Produktion mit... Integration von MES-System und entsprechender Maschinen-Datenanbindung, was auch noch nicht bei vielen Maschinen erfolgt war und so weiter.

00:25:32: Und das ist eine tolle Vision gewesen, aber da musste man sich auch wieder fragen, wie gehe ich jetzt da einen sinnvollen ersten Schritt.

00:25:37: Und der erste Schritt sah einfach aus, in einem Pilotbereich mal alle Maschinen voll zu integrieren, die Medienbrüche zu reduzieren, dass Mitarbeiter nichts manuell aufschreiben muss, sondern das direkt an einem Terminal zurückmelden kann und dann entsprechend auch eine Transparenz mal da ist über die entsprechenden Aufträge, die auf diese Maschine laufen.

00:25:53: Und es ging ja in einem Bereich relativ einfach, relativ schnell.

00:25:55: Da haben wir noch nicht über die Feindplanung geredet, aber hatten dann zumindest die Transparenz und für den Mitarbeiter vor Ort.

00:26:01: Und es ist auch wichtig, dass die Mitarbeiter vor Ort im Produktionsprozess merken, hey, es wird besser.

00:26:06: Und ich habe was davon, dass wir hier in dem Prozess auch angepasst haben.

00:26:09: Und wie lange hat das gedauert?

00:26:10: Ungefähr?

00:26:10: Hast du uns da einen groben richtigen?

00:26:11: Also dieser Pilotprojekt, das wurde relativ schnell umgesetzt.

00:26:16: Ja, mehrere Wochen waren es schon.

00:26:18: Und der Gesamtprozess ging dann schon auch über Jahre.

00:26:21: Jetzt am Ende haben wir in allen unseren Werken wirklich die allermeisten Maschinen integriert in unser MS-System, die Daten angebunden.

00:26:27: Klar, da gibt es immer dann auch Maschinenanlagen.

00:26:29: Da geht es nicht so einfach.

00:26:30: Da braucht man dann ein IoT Gateway und Retrofit.

00:26:33: Ja, genau.

00:26:35: Dann ist es dessen entsprechend komplexer und wir haben dann entsprechend auch die ganze Planung digitalisiert.

00:26:41: Erst mal manuell im digitalen System und jetzt komplett auch automatisiert.

00:26:45: Also das Advanced Planning und Scheduling System, was auch integriert ist in unserem CRP-System.

00:26:49: ... wo wir dann auch wirklich in der Planung Zeit sparen, ... ... also das heißt, wir haben dann nicht nur die Zeit, ... ... dann sparen, es sind ... ... in der Produktion im Shopfloor, wie man so schön sagt, ... ... sondern am Ende auch im indirekten Bereich ... ... mit den Leuten, die sich dann im Hintergrund halt ... ... da drum gekümmert haben, ... ... die Fertigungsaufträge einzuplanen.

00:27:02: Und das kann man auch immer noch ... ... weitertreiben, ... ... keine Ahnung, ... ... ein Thema war dann auch die ... ... Extendienstleistung mit einzubeziehen, ... ... das Thema Logistik, ... ... sodass man das jetzt im Gesamtsystem ... ... entsprechend hat und eben ... ... auf Knopfdruck.

00:27:16: Hat es irgendwie auch einen Einfluss auf die Stimmung gehabt vor Ort?

00:27:19: Also weil du gesagt hast, die Leute, wenn die dann merken, hey, dann nach dem Pilot, das hat jetzt Spaß gemacht oder hey, da ist was besser geworden oder so, würdest du sagen, da ist irgendwie auch was passiert, weil ich sag mal Zeit und Kosten ersparen, das ist immer gut.

00:27:29: Wenn man dient dich hat, dann hat sich der ganze Prozess nicht gelohnt.

00:27:32: Aber was ist vielleicht drum herum noch passiert, an Mehrwert oder an Output?

00:27:36: Ja, also was auf jeden Fall ein großer Vorteil ist, ist einfach diese Transparenz.

00:27:39: Also für beide Seiten.

00:27:40: Also der Mitarbeiter sieht direkt am Terminal, jetzt mittlerweile kriegt er da nicht nur seinen Auftrag, sondern auch irgendwelche Rüstanweisungen und Hintergrundinformationen, kann sich das alles anzeigen lassen, hat sofort alle Kennzahlen, weiß auch, was ist der nächste Auftrag, also das macht es natürlich deutlich entspannter.

00:27:56: Die Leute, die in Standhaltung zum Beispiel machen, die werden auch jetzt über auch andere Systeme auch informiert, also das ist halt ein durchgängiges System, was es da auch deutlich einfacher macht, auch planbarer macht.

00:28:08: Und es geht dann bis hoch ins Management, jemand der zum Beispiel in der Werkleitung ist, hat jetzt eine ganz andere Transparenz.

00:28:13: Oder wenn wir jetzt über ein Shopfloor-Meeting reden, kann ich halt die Übersicht sehen von allen meinen Anlagen und sehe, welche kritischen Maschinen sind da und wo muss ich mich jetzt vielleicht nochmal im Spezeltrum kümmern.

00:28:23: Also im besten Fall hat jeder auf seiner Ebene halt genau die Information, die er jetzt braucht.

00:28:27: und kann dann auch entsprechend, hat dann für sich schon mal ein Mehrwert.

00:28:30: Alleine durch diese Transparenz, da reden wir noch gar nicht über Automatisierung.

00:28:33: Ja, das wäre dann erst der nächste Step

00:28:35: sozusagen.

00:28:36: Genau, den haben wir ja schon, aber das ist das, was ich auch allen empfehle.

00:28:38: Man muss jetzt nicht gleich zwei Schritte auf einmal gehen, sondern oft ist alleine diese Transparenz zu schaffen.

00:28:43: Wenn man die Daten einmal hat, das bringt noch nicht so viel, aber wenn man diese Transparenz dann schafft, das ist dann schon erste große Mehrwert.

00:28:49: Und dann kann man über clevere Algorithmen reden und irgendwann dann auch über selbstlernende Systeme und KI und vieles mehr.

00:28:55: Ja, aber da ist auf jeden Fall auch nochmal ein wichtiger Punkt.

00:28:56: Schlapplinen und Digitalisierung und von mir aus angehen die Methoden und das ganze Umzusetzen ist einfach die Basis dafür.

00:29:02: Wenn ich sage mal, wenn ich keine Daten habe, kann ich sie auch nicht mit KI auswerten lassen, optimieren oder sonst irgendwas machen.

00:29:07: Definitiv.

00:29:08: Und deswegen zeigt das Beispiel ganz gut, dass es dann auch sinnvoll ist, in so gewissen Reihenfolgen dann vorzugehen.

00:29:12: Ich wollte

00:29:13: gerade sagen, weil ich glaube viele, wie du hast vorhin oder ganz am Anfang gesagt, man sollte nicht unbedingt von der Technologie her denken oder zumindest nicht das als Ausgangspunkt nehmen, sondern sagen.

00:29:20: Von hier fange ich mal an zu überlegen, wo kommt's denn her?

00:29:23: Weil ich sag mal, viele sagen auch, ja, wir brauchen jetzt KI.

00:29:25: Da gibt's ja auch schon wieder jede Menge schöne Memes in den Social Media.

00:29:28: Von wegen des Management will KI.

00:29:30: Why do you want it?

00:29:30: We want it now, we don't... Also im Sinne von, wir wissen nicht, was wir damit machen wollen, aber wir wissen, dass wir's wollen.

00:29:36: Und ich glaube, da ist das ein schöner Basiseinstieg.

00:29:39: Das ist so, ja.

00:29:40: Okay.

00:29:41: Vielleicht lass uns noch ein bisschen deine Tipps noch abgreifen aus deiner Berufserfahrung, die du so mitbringst.

00:29:47: Vielleicht einmal so ein bisschen das... Wo würdest du sagen, wenn ich mich jetzt damit beschäftige, lien oder auch vor allem natürlich Digitalisierung, Automatisierung, wenn ich einfach sonst nicht mehr wettbewerbsfähig bin, vielleicht auf lange Sicht.

00:29:57: Was soll ich unbedingt vermeiden?

00:29:59: Worauf soll ich unbedingt achten, dass ich das nicht tue?

00:30:02: Und was wäre so dein absoluter Pro-Tipp, wo du sagst, also wenn du sonst nichts machst, aber das machst du bitte?

00:30:07: Okay, fangen wir mal mit dem ersten Anlass, was man nicht machen sollte.

00:30:11: Also, was ein Fehler ist, zu denken, man kann das alles im stillen Camerlein quasi machen und entsprechend Entweder vom Management aus planen und dann umsetzen oder auch irgendwie nur an der IT zum Beispiel.

00:30:24: Also, es ist glaube ich auch ganz wichtig, Digitalisierung ist kein IT-Projekt.

00:30:28: Das ist ein Satz, den man vielleicht auch schon öfters gehört hat, aber der einfach wahr ist und richtig ist.

00:30:32: Wir müssen gucken, wie bringen wir da die verschiedenen Bereiche zusammen.

00:30:35: Ich habe das jetzt schon beschrieben für so ein Workshop.

00:30:38: Das fängt an, bei der Prozessaufnahme ist dann noch wichtiger, wenn es um die Sollprozessgestaltung oder die Prozessvision geht.

00:30:45: Aber auch wenn man noch größer denkt, also wir haben bei Fischer ein interdisziplinares Team, entsprechend das Smart Factory Team, ist zusammengesetzt aus Leuten, die die disziplinarisch in der IT hängen und disziplinarisch im Fachbereich in der Produktion.

00:30:58: Die arbeiten aber ganz eng zusammen, auch in der Sprint-Lokie zum Beispiel, das sind wir wieder bei den Agilenthoden.

00:31:04: Arbeiten da dran, die guten Ideen aus der Praxis herumzusetzen, weil im MS-System ist es vielleicht nicht so schnell gemacht wie halt entsprechend in der Logo-Software.

00:31:12: Das heißt, sie braucht dann auch die Organisation dahinter.

00:31:14: Und das ist vielleicht dann auch schon ein bisschen die Best Practice auf der anderen Seite, eine Organisation zu schaffen, die halt in der Lage ist, sich selbstständig auch um das Thema der Prozessoptimierung zu kümmern, wo jeder einzelne das im Kopf hat, jeden Tag ein bisschen besser zu werden.

00:31:27: Weil wenn jeder dann... dran arbeitet jeden Tag, dann haben wir einen enormen Effekt.

00:31:31: Und es kann dann eine kleine Prozessoptimierung sein, wo es noch gar nicht um das Thema Digitalisierung geht.

00:31:36: Es kann dann die neue Locot-Lösung sein.

00:31:38: Und entsprechend auf der anderen Seite dann auch die Idee für die Roadmap, die dann entsprechend vielleicht von so einem interdisziplinären Smart Factory Team umgesetzt wird oder koordiniert wird.

00:31:48: Und dann haben wir diesen selbst verstärkenden Effekt, von dem ich vorgeredet habe.

00:31:52: Und ein ganz toller Praxist-Tipp vielleicht noch da.

00:31:56: Man muss über diese Erfolge auch reden.

00:31:59: Wir machen das bei Fischer so.

00:32:00: Wir haben ein FPS Freitag.

00:32:02: Also FPS ist Fischer Prozesssystem.

00:32:04: Das ist quasi unsere Lean Framework, wenn man so möchte.

00:32:08: Und da berichten wir jede Woche nach der Mittagspause die Erfolge.

00:32:14: Also was sind so Kleinstverbesserungen zum Beispiel?

00:32:17: Das kommt in der einen Woche dran.

00:32:18: In der anderen Woche geht es dann um größere Projekte, wo dann so ein Projekt mal vorgestellt wird.

00:32:21: Was haben wir denn da zum Beispiel digitalisiert?

00:32:23: Oder wo haben wir denn?

00:32:24: tolle Local Software eingesetzt und Prozess digitaler gestaltet.

00:32:28: Und das inspiriert ja dann die anderen, weil das eine Team hat vielleicht die Lösung so genutzt.

00:32:32: Der Prozess sieht im anderen Team vielleicht anders aus, aber die können dann davon lernen und das dann auch wieder umsetzen.

00:32:37: Und das ist super, weil wenn das gelingt, so eine Kultur zu schaffen, dann auch miteinander und voneinander zu lernen.

00:32:43: Und gleichzeitig dann auch Wertschätzung den Leuten gegenüber zu bringen, wenn die Geschäftsführung dasteht und sagt, hey wow, tolles Projekt, das ist ja dann auch schön für die Mitarbeiter, die das umgesetzt haben.

00:32:52: Das eine ist natürlich dann davon zu profitieren von der Prozessoptimierung.

00:32:55: Das andere ist natürlich auch zu sehen, hey, das bringt uns als ganzes Unternehmen dann voran.

00:32:59: Das heißt, du würdest als Unternehmer vor allem im Bereich Mindset und Kultur investieren, indem du die Menschen ermutigst, mutig zu sein und kleine Dinge anzustoßen.

00:33:08: Ja, und Mindset sagt sich halt immer so leicht.

00:33:10: Wir brauchen ein anderes Mindset, aber ich muss natürlich die Strukturen aufbauen und den Freiraum auch dafür schaffen.

00:33:16: Der FPS-Reiter ist nur ein Beispiel für so eine Routine.

00:33:20: die halt dann unterstützt, dass so eine Kultur entsteht.

00:33:23: Und das gleiche auch mit der Organisationsstruktur von so einem Smart Factory Team oder von der Kultur Workshops zu machen.

00:33:30: Beim ersten Workshops klappt es vielleicht nicht so, da brauche ich vielleicht ein bisschen externen Unterstützung.

00:33:33: Aber wenn sich das mal etabliert hat, so Workshops regelmäßig zu machen, ist es irgendwann normal und dann wird es automatisch auch zur Kultur.

00:33:38: Ja,

00:33:38: absolut.

00:33:39: Sehr schön.

00:33:40: Vielen Dank für deine Zeit.

00:33:41: Ja,

00:33:41: sehr gerne.

00:33:41: Ich glaube,

00:33:42: ich hätte noch fünfzig Fragen, glaube ich, in Pettung.

00:33:44: Aber wir machen an der Stelle mal einen kleinen Punkt.

00:33:46: Wenn ihr da draußen noch Fragen habt rund um das Thema Lean Management, Lean Factory, Lean Production, wie auch immer das bei euch im Haus heißt und wie das Ganze mit Digitalisierung zusammenhängt und wie ihr das Potenzial, was da drinsteckt, auch für zwanzig, sechsundzwanzig nutzen könnt, lasst uns gerne auch ein Kommentar da, schreibt uns eine E-Mail, geht auch gerne natürlich direkt auf den Tobias zu.

00:34:03: Den findet man auch in allen Social Media Kanälen.

00:34:06: Auflegt den vor allem, sonst bin ich eher nicht aktiver.

00:34:09: Das Schliessendes Netzwerk, das habe ich jetzt einfach mal angenommen.

00:34:11: Sehr gut, genau.

00:34:12: Aber da seht ihr ihn auf jeden Fall, da könnt ihr ihn finden.

00:34:14: Vernetzt euch da natürlich auch gerne.

00:34:16: Ansonsten haben wir wie gesagt gesprochen über das Thema Lean Manufacturing, ob das ein Trennthema für es ist, auch wenn es eigentlich schon gefühlten Alterhut ist.

00:34:24: Wie das zusammenhängt mit Digitalisierung und wie die beiden Konzepte oder Strategien sich auch gut ergänzen können.

00:34:29: Ja, wie Verschwendungen und Infizienten heute aussehen können und wie man die auch eben beheben kann, indem man sie sich konkret anschaut, indem man Prozesse analysiert und dann eben auch langfristig digitalisiert.

00:34:39: Warum Lin und Agil vielleicht auch ein Traumpaar sind, aber dass man es auch nicht übertreiben darf, das haben wir heute auch besprochen.

00:34:45: Und, liebe Tobias, hat uns auch noch einen kleinen Praxiseinblick gegeben in einen Digitalisierungs- und Lin-Projekt bei Fischer-Konzaltien, also bei Fischer, wahrscheinlich bei euch direkt.

00:34:56: Genau.

00:34:56: Vielen Dank nochmal für deine Zeit.

00:34:57: Hat Spaß gemacht.

00:34:58: Sehr, sehr gerne.

00:34:59: Vielen Dank für die Einladung.

00:35:00: Und dann bis zum nächsten Mal.

00:35:01: Macht's gut.

00:35:02: Lasst uns auch gerne natürlich noch eine Bewertung bei Apple Podcast oder Spotify da.

00:35:05: Das hilft uns immer sehr, dass der Podcast auch gesehen und gehört wird.

00:35:09: Und ja, bis zur nächsten Folge.

00:35:10: Macht's gut.

00:35:11: Ciao.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.